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05 November 2016 - gehört zu Kategorie bienengeschichten

Oktober/November bei den Bienen

... welche Arbeiten fallen an und wie geht es den Bienen

Je kühler die Temperaturen draußen jetzt wurden, desto ruhiger wurde es im und vor allem vor dem Bienenstock. Jede Sonnenstunde wurde/wird jedoch noch genutzt, um fleißig die letzten Blüten des Jahres anzufliegen.

Nach dem prächtigen September wurde es im Oktober ja schlagartig Herbst und da die Bienen bei jedem Anflug von Sonnenschein immer direkt draußen waren, dachte ich, sie könnten zusätzliches Futter für den Winter sicherlich noch gut gebrauchen.

Da ich meine Bienen ja möglichst wesensgemäß halten möchte, hab ich vom ersten Honig, den sie in 2016 gesammelt haben, auch nur 2 Gläser für uns entnommen und ihnen den Rest zur Einlagerung in ihren Brutraum gegeben. Jetzt muss ich dazusagen, dass das Füttern mit eigenem Honig in Honigwaben bei dem Beuten-System, in welchem meine Bienen derzeit wohnen - einer 10erDadant-Beute mit halben Honigräumen und doppeltem Brutraum - aufgrund der unterschiedlichen Größe von Honig- und Brutraumrähmchen gar nicht so einfach ist (... auch daher künftig Einraumbeuten Wink).

Und so hatte ich die vollsten Honigwaben (um eben auch ein wenig für uns selbst abzuzweigen) in einem Honigsieb zerquetscht und den Honig ablaufen lassen.

Wer einmal selbst ganz frischen Honig probiert hat, weiß wie lecker dieser schmeckt!!!

Den restlichen Quetschhonig hab ich dann so nach und nach an die Damen verfüttert und die weniger vollen Honigrähmchen im Anschluss einfach oben auf die Brutraumwaben in die Beute gelegt. Die durften sie dann auslecken, ohne dass dabei die Honigwaben zerstört werden mussten.

Da ich bisher ja nur auf Praxiswissen aus Büchern und Blogs bzw. meine eigene Intuition zurückgreifen kann, dachte ich, ich verabreiche ihnen - da es ursprünglich ja ein Schwarm war und dieser somit auch nur den 2. Teil des Jahres Honig sammeln konnte, und der Sommer war dazu noch schlecht - noch einmal spezielles Bienenfutter. Die erste Zufütterung mittels umgedrehtem Eimer fand schon im August statt. Damals hatte ich zuvor ein paar Flaschen der Zuckerlösung abgefüllt und verwahrt. Und so gab es im Oktober neben dem eigenen Honig noch einmal ca. 2,5 Liter Apiinvert.

Ende Oktober/Anfang November entschied ich mich, nach den beiden Langzeitbehandlungen mit Ameisensäure im Nassenheider Verdunster im August und September, ihnen noch eine weitere Behandlung zukommen zu lassen. Da meine Bienenpatin B. ohnehin MAQS (Ameisensäure-getränkte Streifen, die im Gegensatz zum Verdunster auch bei kühleren Temperaturen noch angewendet werden können) für ihre Bienen bestellt hatte, nahm ich ihr eine Doppelpackung ab und versuchte mein Glück...

 

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Bei jeder Behandlung zittert man ja mit, wie und ob überhaupt die Bienen diese neuerliche Behandlung vertragen - Fakt jedoch ist: ohne Behandlung überleben sie in unseren Breiten definitiv nicht!

Aber in unserem Fall scheint alles gut gegangen zu sein und wie auf den letzten beiden Fotos zu sehen ist, sind auch noch einmal ettliche Varroa-Milben (die dunkelbraunen ovalen Punkte) gefallen. Daher bin ich im Nachhinein auch froh, mich für diese 3. Behandlung entschieden zu haben.

Dem vorletzten Foto kann übrigens gut entnommen werden, wo die Wintertraube im Brutraum derzeit sitzt - nämlich da wo sich das Gemüll befindet. In meinem Fall ist das, ausgehend vom 1. Foto, oben mittig-rechts. 

Die allerletzte Behandlung wird es dann Ende Dezember etwa geben - dann mit Oxalsäure.

 

Abschließend noch ein Foto vom Wachs, welches in diesem ersten Jahr quasi als Abfallprodukt für mich abgefallen ist Smile ...

Wachsvorne

Eingeschmolzen ergab es diesen Block.

Eigentlich würde ich dieses Wachs ja gerne für eigene Hautpflegeprodukte benutzen, muss aber dazu erst einmal recherchieren, ob man es überhaupt so gut selbst reinigen kann, dass es dann auch gefahrlos in Cremes benutzt werden kann. Im Zweifelsfall ziehe ich sonst Kerzen draus.

Es bleibt also spannend und gibt immer weiter Neues zu lernen im Zusammenhang mit meinen Damen.

Das hält hoffentlich noch lange den Denkapparat fit Wink ...

 

Habt ein erholsames Wochenende!

 

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