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21 November 2016 - gehört zu Kategorie geschraubtes

Von Lust und Frust beim Aufbau unseres neuen Gartenhauses

- oder warum mein Göttergatte derzeit meist mit grantigem Gesicht anzutreffen ist

Es war Sommer 2016.

Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten in den Zweigen, die Bienchen summten und wir - in unserem jugendlichen Leitchtsinn - beschlossen, uns ein neues Gartenhaus zuzulegen...

Gesagt, getan. Schon bald waren wir also unterwegs zu Bauhäusern bzw. zum Fachhandel, um nach einem geeigneten Modell Ausschau zu halten. Es sollte die richtige Größe haben, gefallen, aber auch einen vernünftigen Preis haben und wie immer im Leben, muss man da Kompromisse eingehen.

Die Entscheidung fiel auf ein helles und geräumiges Flachdach-Modell, schließlich sollte es zusätzlichen Wohn- und nicht Stauraum bieten und so bestellten wir "unser" Gartenhaus dann Anfang August.

Den ersten Dämpfer gab es schon bald, denn der avisierte Liefertermin im September konnte nicht eingehalten werden - die Lieferung wurde um ganze 4 Wochen in die Mitte des Oktobers verlegt. Zu dem Zeitpunkt dachten wir noch "ok, kann ja mal vorkommen..." und "gutes Zeichen, dass die Herstellerfirma so ausgelastet ist". Doch als ein paar Tage vor der angekündigten Lieferung, diese um erneut 2 Wochen nach hinten verschoben wurde, waren wir schon nicht mehr so guter Dinge, um nicht zu sagen, durchaus verärgert. Schließlich hatten wir einen ganzen Batzen mit der Bestellung bereits angezahlt und unser Urlaub war inzwischen um.

Zu diesem Zeitpunkt überlegten wir schon, den ganzen Auftrag zu stornieren und im Internet nach Alternativen zu suchen. Da das Fundament jedoch auf diesen Hauszuschnitt  hin angefertigt worden war, blieb ja nur die Möglichkeit, auf genau das gleiche Gartenhaus bei einem anderen Anbieter zurückzugreifen.... und dann wären wir wieder gleichweit: der Hersteller mit seinen Herstellungsschwierigkeiten duch eine zu hohe Auslastung.

 Wir warteten also die weiteren 2 Wochen ab und fielen aus allen Wolken, als es im dritten Oktoberdrittel dann hieß: die Lieferung muss noch einmal um 2 Wochen verschoben werden!!!!

Kann man nachvollziehen, wie sauer wir waren...? Wir hatten uns im Sommer für ein unbehandeltes Ausbaumodell entschieden, welches Anfang September (und was für herrliches Wetter hatten wir den ganzen September über...!) geliefert werden sollte. Und nun wurde es November.

 

Das Haus wurde dann letztendlich am 07.11.2016 geliefert und es war mittlerweile...

- zu nass, um es ohne in den Regen zu kommen aufbauen zu können,

- zu kalt und zu nass, um die Hölzer und Hausteile streichen zu können und

- auch zu kalt, um die Versiegelung des Daches ordentlich vornemen zu können (dazu bedarfs es Temperaturen von 10 oder mehr °C).

Uns war zum Heulen!!!

 

Den trockenen Samstag vor einer Woche nutzten wir nun, um das Haus zu stellen, bekamen aber das Dach nicht mehr drauf - die Tage sind inzwischen ja ziemlich kurz. Es wurden dann zwar noch die Deckenbretter aufgelegt und mit einer Folie abgedeckt, aber das richtige Schließen des Daches musste auf den nächsten trockenen Tag verschoben werden.

Das erfolgte dann letzten Mittwoch. Bis abends 20 Uhr saßen wir zu zweit auf dem Dach und schraubten gegen das abnehmende Licht an, bzw. später dann bei Flutlicht. Schließlich war für die nächsten Tage weiterer Regen angekündigt....

(Die Fußbodenbretter waren zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht imprägniert und lagen nur auf, so dass es sich innen leichter gehen ließ.)

1 Gartenhaus innen

Und dieser Regen kam auch. Gewaltig. Und wir hatten die Brühe auf der Boden-Dachpappe im Haus!

2 Gartenhaus aussen

Ok, jetzt war also schnelle Schadensbegrenzung angesagt. Mein Göttergatte klammerte also bei Regen die überstehende Dachpappe vom Boden des Häuschens an die Trägerbalken, während ich drinnen bereits die Bodenbrette am Imprägnieren war.

Tags darauf: erneut Wasser im Haus Cry

 

Es war inzwischen letzten Samstag und so entschieden wir uns für den Kauf einer weiteren Rolle Dachpappe, um eine weitere Lage dieser von außen unten am Sockel anzubringen, diesmal lang genug, um sie in die angrenzende Umgebung auslaufenlassen zu können. Das machte mein Göttergatte nun gestern, am heiligen Sonntag - nur damit wir endlich die Nässe aus dem Häuschen raus bekommen. Derweil schnitt ich die Styrodurplatten für die Bodenisolierung zu - verlegen war ja noch nicht, solange wir nicht sicher sein konnten, ob diese weitere Maßnahme nun Erfolg versprechend war.

Heute nun der Tag der Wahrheit - und ich glaub, ihr ahnt es schon - nach erneutem Regen war mehr Regenwasser im Haus, also zwischen den Trägerbalken, als in all den Tagen zuvor...

Ist das nicht zum Ausderhautfahren?!!!! Evil

 

Für die nächsten 3 Tage sollen die Temperaturen nun nochmals ein wenig nach oben gehen und es trocken werden, aber wir sind mit unserer Geduld schon ziemlich am Anschlag angekommen. Jedenfalls sind für diese Tage dann Außenstreicharbeiten angesagt.

 

Wenn es jemanden unter euch gibt, der Rat weiß, wie wir das Wasser AUS unserem Gartenhäuschen halten können  ... bitte, bitte unbedingt in den Kommentar schreiben!!!

 

Ihr könnt nun vielleicht nachvollziehen, weshalb in den letzten Tagen nicht viel neues Kreatives entstanden ist. Abends wurde höchstens noch ein wenig gebastelt - das seht ihr im nächsten Post - und auch noch ein paar weitere Steine bemalt, aber sonst war Zeit und Lust für NIX.

 

Mir stellt sich in solchen Momenten dann immer die Frage: stellen wir uns nur so doof an oder ist das einfach Pech...?!

 

In diesem Sinne:

lasst euch nicht ärgern von Dingen, die ihr nicht wirklich beeinflussen könnt und bleibt gelassen... Wink

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